ThermTec Wild oder Cyclops – welches Wärmebild-Handgerät ist die bessere Wahl? Diese Frage stellen sich aktuell viele Jäger und Anwender, denn mit der neuen Cyclops-Serie erweitert ThermTec sein Sortiment um kompakte Wärmebildgeräte mit leistungsstarken Sensoren und Laser-Entfernungsmesser.
Auf den ersten Blick ähneln sich die Geräte stark. Doch beim genaueren Hinsehen gibt es einige Unterschiede – unter anderem bei Ausstattung, Akkulaufzeit, Bauweise, Objektiv und Flexibilität.
In diesem Vergleich zeigen wir, worin sich die ThermTec Wild und die ThermTec Cyclops unterscheiden und für wen welches Gerät interessant sein kann.
ThermTec Wild und Cyclops im Vergleich
Beide Serien richten sich an Anwender, die ein handliches Wärmebildgerät mit guter Bildqualität und hoher Reichweite suchen.
Besonders interessant ist der Vergleich zwischen den Modellen mit 640 × 512 Pixel Wärmebildsensor. Denn hier liegen die Geräte technisch deutlich näher beieinander, als es der Preis zunächst vermuten lässt.
Der entscheidende Punkt lautet deshalb:
Warum sollte man mehr Geld für die Wild-Serie ausgeben, wenn beide Geräte mit einem leistungsstarken 640er-Sensor erhältlich sind?
Die Antwort liegt nicht nur im Sensor.
640er-Sensor: Hohe Detailerkennung und Reichweite
Ein wesentlicher Vorteil der entsprechenden Wild- und Cyclops-Modelle ist der hochauflösende 640 × 512 Pixel Wärmebildsensor.
Die hohe Sensorauflösung ermöglicht ein detailliertes Wärmebild und unterstützt die Erkennung von Objekten auch auf größere Entfernungen.
In Kombination mit einem 35-mm-Objektiv entsteht ein interessanter Kompromiss für unterschiedliche Einsatzbereiche.
Das 35-mm-Objektiv eignet sich besonders für sogenannte gemischte Reviere – also Bereiche, in denen sowohl Wald als auch offene Feldflächen vorkommen.
Dabei bietet das Gerät:
- ein vergleichsweise großes Sichtfeld auf kürzere Distanz
- gleichzeitig eine hohe Reichweite
- gute Detailerkennung auf größere Entfernung
- eine vielseitige Lösung für Wald und Feld
Damit eignet sich ein 35-mm-Modell insbesondere für Anwender, die nicht ausschließlich in einem bestimmten Gelände unterwegs sind.
Laser-Entfernungsmesser bei den L-Modellen
Ein weiterer wichtiger Punkt ist der integrierte Laser-Entfernungsmesser.
Bei den entsprechenden Modellen steht das „L“ in der Produktbezeichnung für die Variante mit Laser-Entfernungsmesser.
Gerade bei der Entfernungseinschätzung kann diese Funktion einen praktischen Vorteil bieten. Statt die Distanz nur anhand des Bildes einzuschätzen, kann sie direkt mit dem Gerät ermittelt werden.
Für die Auswahl sollte deshalb darauf geachtet werden, ob ein Laser-Entfernungsmesser tatsächlich benötigt wird.
ThermTec Wild: Mehr Flexibilität und robuste Bauweise
Die Wild-Serie ist innerhalb des ThermTec-Portfolios besonders interessant, wenn neben der Bildqualität auch Flexibilität und Verarbeitung eine wichtige Rolle spielen.
Ein entscheidender Vorteil einiger Wild-Modelle ist die Möglichkeit eines Dual-Lens-Systems.
Wild DL: Zwei Brennweiten in einem Gerät
Besonders spannend ist beispielsweise die Wild DL.
Das „DL“ steht für Dual Lens. Das Gerät ermöglicht die Nutzung unterschiedlicher Brennweiten und damit eine Anpassung an verschiedene Situationen.
Das ist vor allem dann interessant, wenn sowohl im offenen Feld als auch im Wald gearbeitet wird.
Im offenen Gelände kann eine längere Brennweite Vorteile bei der Beobachtung auf größere Entfernungen bieten.
Im Wald hingegen ist ein größeres Sichtfeld besonders hilfreich, da Entfernungen häufig kürzer sind und sich Objekte schneller aus dem Bild bewegen können.
Genau hier liegt einer der größten Vorteile des Dual-Lens-Konzepts:
Ein Gerät kann für unterschiedliche Situationen angepasst werden.
Wer also möglichst flexibel bleiben möchte und bereit ist, etwas mehr zu investieren, sollte diese Variante bei der Kaufentscheidung berücksichtigen.
ThermTec Cyclops: Kompakt, leicht und preislich attraktiver
Die Cyclops-Serie verfolgt einen etwas anderen Ansatz.
Die Geräte sind kompakt aufgebaut und bieten eine Kombination aus Wärmebildsensor, digitaler Vergrößerung und – bei den L-Modellen – Laser-Entfernungsmesser.
Besonders interessant ist die neue Cyclops 635L mit 640er-Sensor.
Damit wird die Cyclops-Serie auch für Anwender interessant, die einen leistungsstarken Sensor wünschen, aber ein möglichst kompaktes und handliches Gerät bevorzugen.
Die Cyclops kann deshalb eine interessante Alternative zur Wild-Serie darstellen, wenn ein einfacheres System ohne zusätzliche Dual-Lens-Funktion ausreicht.
Akkulaufzeit: Wild vs. Cyclops
Ein weiterer Unterschied liegt bei der Stromversorgung.
Bei der Wild-Serie kommen Akkus mit einer Kapazität von rund 3.500 mAh zum Einsatz. Je nach Modell und Nutzung kann damit eine längere Betriebszeit erreicht werden.
Die entsprechenden Cyclops-Modelle verfügen über Akkus mit rund 3.200 mAh.
Dadurch fällt die angegebene bzw. praxisnahe Laufzeit bei der Cyclops etwas geringer aus.
Als Orientierung werden beim Vergleich ungefähr folgende Laufzeiten genannt:
| ThermTec Wild | ThermTec Cyclops | |
|---|---|---|
| Akkukapazität | ca. 3.500 mAh | ca. 3.200 mAh |
| Laufzeit | bis ca. 8 Stunden | ca. 5–6 Stunden |
| Wärmebildsensor | je nach Modell bis 640 × 512 | je nach Modell bis 640 × 512 |
| Laser-Entfernungsmesser | bei L-Modellen | bei L-Modellen |
| Dual Lens | bei DL-Modellen verfügbar | nicht das zentrale Konzept |
| Bauweise | etwas größer/robuster | kompakter und leichter |
Die tatsächliche Laufzeit hängt natürlich von Faktoren wie Temperatur, Displayhelligkeit, Zoom und Nutzung der Zusatzfunktionen ab.
Verarbeitung und Handling
Neben den technischen Daten spielt bei einem Handgerät auch die Haptik eine wichtige Rolle.
Die Wild-Serie wirkt insgesamt robuster und hochwertiger verarbeitet. Das kann insbesondere für Anwender interessant sein, die ihr Gerät regelmäßig im Gelände einsetzen und dabei Wert auf eine widerstandsfähige Konstruktion legen.
Die Cyclops punktet dagegen mit ihrer kompakten Bauform und dem geringeren Gewicht.
Hier gibt es deshalb keinen einzigen entscheidenden Faktor. Vielmehr hängt die Wahl davon ab, was beim persönlichen Einsatz wichtiger ist:
Robustheit und maximale Flexibilität oder Kompaktheit und geringeres Gewicht?
Welche ThermTec-Serie passt zu welchem Einsatz?
Die Wahl hängt vor allem vom gewünschten Einsatzbereich und Budget ab.
Cyclops 335L – kompakter Einstieg
Wer ein möglichst preislich attraktives Wärmebildgerät sucht und keinen 640er-Sensor benötigt, kann sich die Cyclops 335L ansehen.
Der 384 × 288 Pixel Sensor bietet eine gute Grundlage für den Einstieg in die Wärmebildtechnik und macht das Gerät interessant für Anwender, die ein kompaktes Gerät suchen.
Cyclops 635L – kompakt mit 640er-Sensor
Wer dagegen Wert auf einen hochauflösenden Sensor legt und trotzdem ein kleines und handliches Gerät bevorzugt, für den ist die Cyclops 635L interessant.
Sie kombiniert einen leistungsstarken 640er-Sensor mit der kompakten Bauweise der Cyclops-Serie.
Wild 635L – mehr Reserven und hochwertige Verarbeitung
Die Wild-Serie richtet sich eher an Anwender, die neben dem Sensor auch auf Verarbeitung, Akkulaufzeit und die zusätzlichen Möglichkeiten der Serie Wert legen.
Wild DL – maximale Flexibilität
Besonders interessant ist die Wild DL mit ihrem Dual-Lens-Konzept.
Wer regelmäßig zwischen Wald und Feld wechselt und sowohl auf kurze als auch auf größere Entfernungen arbeiten möchte, kann von der variablen Brennweite profitieren.
Lohnt sich der höhere Preis der Wild?
Die entscheidende Frage lässt sich nicht ausschließlich anhand des Sensors beantworten.
Wenn beide Geräte mit einem 640 × 512 Pixel Sensor ausgestattet sind, ist die Bildauflösung zunächst vergleichbar. Der Mehrpreis der Wild-Serie ergibt sich vielmehr aus weiteren Eigenschaften wie Bauweise, Akkukapazität, Ausstattung und – bei den DL-Modellen – dem Dual-Lens-System.
Wer lediglich ein kleines Wärmebildgerät mit leistungsstarkem Sensor und Laser-Entfernungsmesser sucht, benötigt möglicherweise nicht alle zusätzlichen Funktionen der Wild.
Wer dagegen möglichst flexibel sein möchte und beispielsweise zwischen Wald und Feld wechselt, kann von den zusätzlichen Möglichkeiten der Wild-Serie profitieren.
Fazit: Wild oder Cyclops?
Die ThermTec Cyclops ist vor allem interessant für Anwender, die ein kompaktes, leichtes und leistungsfähiges Wärmebildgerät suchen.
Die ThermTec Wild bietet dagegen je nach Modell zusätzliche Möglichkeiten bei Ausstattung, Verarbeitung und Flexibilität. Besonders die Dual-Lens-Modelle sind spannend für Nutzer, die unterschiedliche Brennweiten benötigen und ihr Gerät in verschiedenen Geländesituationen einsetzen.
Die Entscheidung sollte deshalb nicht allein nach dem Preis getroffen werden.
Viel wichtiger sind Fragen wie:
- Wo wird das Gerät hauptsächlich eingesetzt?
- Wald, Feld oder beides?
- Wird ein Laser-Entfernungsmesser benötigt?
- Wie wichtig sind Gewicht und kompakte Abmessungen?
- Wird eine möglichst lange Akkulaufzeit benötigt?
- Ist ein Dual-Lens-System sinnvoll?
- Wie hoch ist das verfügbare Budget?
Wer diese Fragen beantwortet, kann deutlich einfacher entscheiden, welches ThermTec-Modell zum eigenen Einsatz passt.
Du bist dir noch nicht sicher, welches Wärmebildgerät für dich geeignet ist? Dann lass dich vor dem Kauf individuell beraten. Neben den ThermTec-Geräten gibt es auch weitere Wärmebildlösungen für unterschiedliche Anforderungen und Einsatzbereiche.







