Die neue DJI Matrice 5T eröffnet zahlreiche Möglichkeiten für professionelle Drohneneinsätze – von der Wärmebildinspektion über die Kitzrettung bis hin zu Einsätzen bei BOS und Behörden. Doch welche Qualifikation benötigst du eigentlich, um die neue Wärmebilddrohne legal fliegen zu dürfen?
Die Antwort hängt davon ab, wo, wie und unter welchen Bedingungen du die Matrice 5T einsetzen möchtest.
1. EU-Kompetenznachweis A1/A3 – der kleine Drohnenführerschein
Der EU-Kompetenznachweis A1/A3 ist die Grundlage für viele Drohnenpiloten. Er wird nach einem Online-Lehrgang und einer theoretischen Prüfung beim Luftfahrt-Bundesamt (LBA) erworben.
In der Unterkategorie A3 gelten unter anderem folgende Voraussetzungen:
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Mindestens 150 Meter Abstand zu Wohn-, Gewerbe-, Industrie- und Erholungsgebieten.
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Keine Gefährdung unbeteiligter Personen.
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Flug innerhalb der Sichtweite.
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Maximal 120 Meter Flughöhe.
2. EU-Fernpilotenzeugnis A2 – der große Drohnenführerschein
Wer Drohnen der entsprechenden C2-Klasse näher an unbeteiligten Personen einsetzen möchte, benötigt das EU-Fernpilotenzeugnis A2.
Damit sind unter bestimmten Voraussetzungen folgende Abstände möglich:
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Mindestens 30 Meter Abstand zu unbeteiligten Personen.
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Im Langsamflugmodus kann der Abstand auf 5 Meter reduziert werden.
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Zusätzlich zum A1/A3-Nachweis sind praktische Selbstschulung und eine weitere Theorieprüfung erforderlich.
3. Professionelle Einsätze: Wann wird die spezielle Kategorie benötigt?
Gerade bei gewerblichen Einsätzen mit der DJI Matrice 5T ist dieser Punkt besonders wichtig.
Wer beispielsweise außerhalb der direkten Sichtweite (BVLOS), in bestimmten Einsatzgebieten oder unter besonderen Betriebsbedingungen fliegen möchte, kann in die spezielle Betriebskategorie fallen.
Hier können zusätzliche Anforderungen gelten, beispielsweise:
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Betriebsgenehmigung oder Betriebsanzeige
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Risikobewertung des geplanten Einsatzes
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Zusätzliche Qualifikationen für den Fernpiloten
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Einhaltung der Anforderungen entsprechender Standardszenarien (STS)
Wichtig: Die EASA führt die DJI Matrice 5TD unter den Klassen C5 und C6. Diese Klassifizierung darf allerdings nicht ungeprüft auf die Matrice 5T übertragen werden. Maßgeblich ist die tatsächliche Kennzeichnung des jeweiligen Modells.
4. Was benötige ich zusätzlich zum Drohnenführerschein?
Neben der erforderlichen Pilotenqualifikation müssen weitere gesetzliche Voraussetzungen erfüllt sein:
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UAS-Betreiberregistrierung: Registrierung beim Luftfahrt-Bundesamt.
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Drohnen-Haftpflichtversicherung: Für den Betrieb in Deutschland gesetzlich vorgeschrieben.
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Betreiber-ID (eID): Muss entsprechend den Vorgaben an der Drohne angebracht bzw. hinterlegt sein.
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Fluggebiete prüfen: Geografische Flugbeschränkungen und mögliche Genehmigungspflichten beachten.
Fazit: Welchen Schein brauche ich für die DJI Matrice 5T?
Welcher Drohnenführerschein erforderlich ist, hängt von der konkreten Klassifizierung der DJI Matrice 5T und dem geplanten Einsatz ab. Ein A1/A3- oder A2-Nachweis ist nicht automatisch für jeden Einsatz ausreichend.
Wer die Matrice 5T professionell einsetzen möchte, sollte sich deshalb vor dem ersten Flug mit den geltenden EU-Drohnenvorschriften und den Anforderungen der jeweiligen Betriebskategorie vertraut machen.








