DJI FlyCart 100 in der Praxis: PV-Module per Drohne aufs Dach transportieren

Wie läuft die praktische Schulung einer DJI FlyCart 100 ab und welche Einsatzmöglichkeiten bietet eine Transportdrohne für Elektroinstallationsunternehmen? Wir haben Elektro Körkel aus Baden-Württemberg bei der praktischen Schulung und Übergabe der DJI FlyCart 100 begleitet.

Das Unternehmen möchte die Transportdrohne künftig unter anderem einsetzen, um Photovoltaikmodule auf Dächer zu transportieren. Darüber hinaus sind Materialtransporte zu schwer erreichbaren Hütten sowie der Transport von Pflanzen und weiteren Gütern in der Bergregion geplant.

In diesem Beitrag zeigen wir, wie die praktische FlyCart-100-Schulung bei CopterPro abläuft, welche Inhalte trainiert werden und worauf es beim professionellen Transport von Lasten per Drohne ankommt.

Warum Elektro Körkel auf die DJI FlyCart 100 setzt

Der Transport schwerer oder sperriger Materialien kann auf Baustellen und bei Arbeiten an schwer zugänglichen Orten mit erheblichem Aufwand verbunden sein. Gerade bei Elektroinstallationen, Photovoltaikprojekten und Materiallieferungen in schwierigem Gelände können Transportdrohnen neue Möglichkeiten eröffnen.

Elektro Körkel aus Baden-Württemberg möchte die DJI FlyCart 100 nutzen, um das eigene Dienstleistungsangebot zu erweitern und zusätzliche Transportaufgaben zu übernehmen.

Geplant sind insbesondere folgende Einsatzbereiche:

  • PV-Module per Drohne aufs Dach transportieren: Photovoltaikmodule sollen gezielt an geeignete Dachbereiche gebracht werden, um Materialtransporte bei entsprechenden Installationsprojekten zu unterstützen.
  • Materialtransporte zu Hütten: Auch schwer erreichbare Hütten und Einsatzorte in der Bergregion sollen mit Material versorgt werden können.
  • Pflanzen und weitere Güter transportieren: Die Transportdrohne soll perspektivisch auch für andere Transportaufgaben eingesetzt werden.

Die FlyCart 100 ist damit nicht nur für klassische Logistikanwendungen interessant. Auch Handwerksbetriebe und Elektroinstallationsunternehmen können prüfen, ob sich Transportdrohnen sinnvoll in ihre Arbeitsabläufe integrieren lassen.

Dabei müssen die konkrete Nutzlast, die örtlichen Gegebenheiten, die Wetterbedingungen und die rechtlichen Voraussetzungen für jeden Einsatz berücksichtigt werden.

Die praktische Schulung der DJI FlyCart 100 bei CopterPro

Vor dem ersten professionellen Einsatz steht die Einweisung in die Technik und die praktische Ausbildung. Elektro Körkel hatte die theoretische Ausbildung einschließlich der STS-Theorie bereits abgeschlossen. Im nächsten Schritt ging es darum, die DJI FlyCart 100 in der Praxis kennenzulernen und die Abläufe für spätere Transportmissionen zu trainieren.

Die praktische Schulung wurde von Marcel aus dem CopterPro-Team durchgeführt. Alex begleitete die Übergabe und gab Einblicke in den Trainingsablauf.

1. Aufbau und Kennenlernen der Komponenten

Zu Beginn der Schulung lernen die Teilnehmer die DJI FlyCart 100 und ihre wichtigsten Komponenten kennen. Dazu gehören der Aufbau des Systems, die Vorbereitung für den Flugbetrieb und die benötigte Zusatzausrüstung.

Auch die Organisation am Einsatzort spielt eine wichtige Rolle. Transportdrohnen müssen nicht nur geflogen, sondern auch sicher vorbereitet, transportiert und für die jeweilige Aufgabe eingerichtet werden.

Elektro Körkel nutzt für den Transport der Ausrüstung einen Anhänger. Darin lassen sich die Drohne und weitere Komponenten unterbringen. Je nach geplantem Einsatz müssen auch Zubehör, Lastaufnahmemittel und zusätzliche Ausrüstung berücksichtigt werden.

2. Einrichtung des 4G-Dongles

Im Rahmen der Vorbereitung wurden auch die SIM-Karten für den 4G-Dongle eingerichtet. Die Mobilfunkanbindung kann – abhängig von Konfiguration und Netzabdeckung – für unterstützte Kommunikations- und Datenfunktionen genutzt werden.

Die Teilnehmer lernen dabei, welche Vorbereitungen vor dem Flug notwendig sind und wie das System für den späteren Einsatz eingerichtet wird.

3. Erste Flugübungen mit der FlyCart 100

Bevor Lasten transportiert werden, stehen die grundlegenden Flugmanöver auf dem Programm.

Die Teilnehmer üben, die Drohne kontrolliert in verschiedene Richtungen zu steuern, ihre Reaktionen kennenzulernen und ein Gefühl für das Flugverhalten zu entwickeln.

Zu den Grundlagen gehören:

  • Steuerung nach vorne und hinten
  • Bewegungen nach links und rechts
  • Kontrolliertes Steigen und Sinken
  • Orientierung im Flug
  • Bedienung der Fernsteuerung und der relevanten Systemfunktionen

Diese Übungen schaffen die Grundlage für die späteren Transportmanöver. Erst wenn die grundlegende Steuerung ausreichend sicher beherrscht wird, geht es zum nächsten Trainingsschritt.

Lastentransport mit Seilwinde und Lasthaken

Eine der wichtigsten Besonderheiten der DJI FlyCart 100 ist die Möglichkeit, Lasten mit einem geeigneten Transportsystem aufzunehmen und an einem anderen Ort abzusetzen.

Nach den ersten Routineflügen beginnt deshalb das praktische Training mit der Seilwinde und dem Lasthaken.

4. Lasten aufnehmen, transportieren und absetzen

Die Teilnehmer üben, eine Last kontrolliert aufzunehmen, zu transportieren und am vorgesehenen Zielbereich abzusetzen.

Dabei müssen mehrere Faktoren gleichzeitig berücksichtigt werden. Neben der Flugrichtung und Flughöhe spielen das Gewicht der Ladung, ihre Befestigung und die Bewegung während des Fluges eine Rolle.

Gerade beim Transport mit einer Seilwinde kann die Last pendeln. Dieses Verhalten müssen Piloten einschätzen und bei ihren Flugmanövern berücksichtigen.

Deshalb werden die Abläufe schrittweise trainiert. Die Teilnehmer sammeln zunächst Erfahrungen mit kurzen Transportwegen und lernen, die Drohne auch mit angehängter Last kontrolliert zu steuern.

5. Umgang mit pendelnden Lasten

Beim Transport von PV-Modulen und anderen Materialien ist es besonders wichtig, die Bewegung der Ladung im Blick zu behalten.

Wind, Flugmanöver und die Art der Befestigung können beeinflussen, wie stark eine Last pendelt. Eine ruhige Steuerung, eine geeignete Flugplanung und die richtige Auswahl des Transportsystems sind deshalb entscheidend.

Während der Schulung lernen die Teilnehmer, das Verhalten der Last zu beobachten und ihre Flugmanöver entsprechend anzupassen.

Für den späteren Betrieb gilt: Die Ladung muss für den jeweiligen Transport geeignet gesichert sein. Zulässige Nutzlasten, Anschlagmittel und die Betriebsgrenzen des Systems müssen eingehalten werden.

Teamarbeit und Teammodus bei Transportdrohnen

Professionelle Transportmissionen sind häufig Teamarbeit. Während eine Person die Drohne steuert, kann eine weitere Person am Boden die Last vorbereiten, das Anschlagen koordinieren und den Zielbereich im Blick behalten.

6. Mit mehreren Fernsteuerungen arbeiten

Im Training wird auch der Teammodus praktisch erprobt. Dabei können zwei Fernsteuerungen in den vorgesehenen Betriebsablauf eingebunden werden. So lässt sich die Steuerung im Rahmen der unterstützten Funktionen übergeben.

Das kann insbesondere bei Transportmissionen mit größeren Entfernungen zwischen Start- und Zielbereich hilfreich sein.

Entscheidend ist eine klare Aufgabenverteilung. Alle Beteiligten müssen wissen, wer die Drohne steuert, wer den Lastentransport koordiniert und wie die Kommunikation während des Fluges abläuft.

Training im Gelände: Lasten sicher am Ziel absetzen

Für die praktischen Übungen wird ein geeignetes Gelände mit ausreichend Platz genutzt. Neben den grundlegenden Flugmanövern trainieren die Teilnehmer das Aufnehmen und Absetzen von Lasten an einem vorgesehenen Zielbereich.

Dabei geht es darum, die Drohne möglichst kontrolliert zu positionieren und die Ladung am richtigen Ort abzusetzen.

Solche Übungen sind wichtig, um die Besonderheiten des Transportsystems kennenzulernen und Routine für unterschiedliche Einsatzsituationen zu entwickeln.

Die Anforderungen können sich je nach Transportauftrag deutlich unterscheiden. Ein PV-Modul auf einer Baustelle zu bewegen, Material zu einer Hütte zu bringen oder Pflanzen in unwegsames Gelände zu transportieren, stellt jeweils eigene Anforderungen an die Planung und Durchführung.

Welche Ausrüstung wird für den Transportdrohnen-Einsatz benötigt?

Neben der DJI FlyCart 100 selbst muss auch die Logistik rund um die Drohne stimmen. Dazu gehören geeignete Transportmöglichkeiten, das benötigte Zubehör und eine durchdachte Organisation des Einsatzortes.

Je nach Anwendung können folgende Ausstattungsbestandteile relevant sein:

  • Transportanhänger oder geeignetes Transportfahrzeug
  • Drohne und zugehörige Fernsteuerung
  • Akkus und erforderliche Ladeausrüstung
  • Geeignete Seilwinde und Lasthaken, sofern für den Einsatz vorgesehen
  • Passende Anschlagmittel und Sicherungsausrüstung
  • Kommunikations- und Sicherheitskonzept für das Team

Welche Ausstattung tatsächlich erforderlich ist, hängt vom Einsatzprofil ab. Bei regelmäßigen Transportmissionen sollte bereits vorab geklärt werden, wie die Drohne zum Einsatzort gelangt, wo sie vorbereitet wird und wie die Lasten am Start- und Zielpunkt gehandhabt werden.

STS-Praxis und Betriebsgenehmigung

Ein weiterer Bestandteil der Ausbildung ist die praktische STS-Schulung. Elektro Körkel hatte den theoretischen Teil bereits abgeschlossen. Im Rahmen des Trainings wurden die praktischen Inhalte ergänzt.

Parallel dazu liefen die Vorbereitungen für die erforderliche Betriebsgenehmigung. Im Video berichtet Alex, dass die e-ID bereits vorlag und die weiteren Schritte für die Genehmigung über Baden-Württemberg bearbeitet wurden.

Wichtig ist die Unterscheidung zwischen Ausbildung und betrieblicher Freigabe: Eine abgeschlossene Schulung bedeutet nicht automatisch, dass jede geplante Transportmission durchgeführt werden darf. Welche Qualifikationen, Erklärungen oder Genehmigungen erforderlich sind, hängt unter anderem vom konkreten Betriebsszenario und den geltenden luftrechtlichen Vorgaben ab.

CopterPro unterstützt Unternehmen dabei, die passende Technik auszuwählen, die erforderliche Ausbildung zu absolvieren und die nächsten Schritte für den professionellen Einsatz vorzubereiten.

Transportdrohnen für Photovoltaik, Handwerk und Materiallogistik

Das Beispiel von Elektro Körkel zeigt, wie vielseitig Transportdrohnen eingesetzt werden können. Neben klassischen Transportaufgaben rücken auch Anwendungen im Handwerk und bei Installationsarbeiten stärker in den Fokus.

Für Elektroinstallationsunternehmen kann der Transport von PV-Modulen auf geeignete Dachbereiche eine interessante Anwendung sein. Auch Materiallieferungen zu schwer erreichbaren Einsatzorten können geprüft werden, wenn die örtlichen und rechtlichen Voraussetzungen erfüllt sind.

Ob sich der Einsatz wirtschaftlich lohnt, hängt vom jeweiligen Projekt ab. Faktoren wie Transportgewicht, Entfernung, Vorbereitung, Personalaufwand und Anzahl der Einsätze spielen dabei eine wichtige Rolle.

Eine praxisnahe Schulung ist deshalb ein wichtiger Schritt, um die Technik kennenzulernen und die Abläufe für den späteren Betrieb vorzubereiten.

DJI FlyCart 100 bei CopterPro: Beratung, Schulung und Übergabe

Ihr möchtet die DJI FlyCart 100 für PV-Projekte, Materialtransporte oder andere gewerbliche Anwendungen einsetzen?

CopterPro begleitet Unternehmen von der Beratung über die Auswahl der passenden Transportdrohne bis hin zur Schulung und Übergabe. Gemeinsam lässt sich prüfen, welche Konfiguration zu euren Anforderungen passt und welche Voraussetzungen für den geplanten Betrieb erfüllt sein müssen.

Weitere Informationen zur DJI FlyCart 100 und zu professionellen Transportdrohnen findet ihr auf drohnen-transport.de.

Kontaktiert uns für ein persönliches Beratungsgespräch und findet heraus, welche Transportaufgaben ihr künftig mit einer Drohne umsetzen könnt.

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