Drohne abgestürzt und plötzlich nicht mehr auffindbar? Gerade im Wald, auf einem Feld oder in hohem Gras kann die Suche nach einer abgestürzten Drohne zur Herausforderung werden. Doch moderne DJI-Drohnen bieten eine praktische Funktion, die dir dabei helfen kann, dein Fluggerät wiederzufinden: „Find My Drone“.
Mithilfe der Flugaufzeichnungen kannst du den letzten bekannten Standort deiner Drohne ermitteln. Bei kompatiblen Modellen lässt sich zusätzlich ein akustisches Signal aktivieren, das dir die Suche erleichtert.
In diesem Beitrag zeigen wir dir, wie du die Funktion nutzt, wo du den letzten Standort findest und was du beachten solltest, wenn deine Drohne beim Absturz beschädigt wurde.
1. Drohne abgestürzt: Was tun, wenn sie nicht mehr auffindbar ist?
Ein Drohnenabsturz kann verschiedene Ursachen haben. Technische Probleme, Hindernisse oder ein Verlust der Funkverbindung können dazu führen, dass eine Drohne außer Kontrolle gerät oder eine Notlandung durchführt.
Besonders schwierig wird es, wenn das Fluggerät außerhalb des Sichtfeldes landet. In dichtem Wald, auf unübersichtlichem Gelände oder in hohem Gras ist eine abgestürzte Drohne häufig nur schwer zu erkennen.
Wenn du den genauen Absturzort nicht kennst, solltest du zunächst die Flugaufzeichnungen deiner Drohne überprüfen. Sie können dir dabei helfen, den letzten bekannten Standort zu bestimmen und das Suchgebiet einzugrenzen.
Bei kompatiblen DJI-Drohnen steht dir dafür die Funktion „Find My Drone“ zur Verfügung. Sie kombiniert die Anzeige des letzten bekannten Standorts mit weiteren Möglichkeiten zur Ortung.
2. Was ist die Funktion „Find My Drone“?
„Find My Drone“ ist eine Funktion von DJI, die Piloten dabei unterstützt, ein verlorenes oder abgestürztes Fluggerät wiederzufinden.
Je nach Drohnenmodell und verwendeter App stehen unterschiedliche Funktionen zur Verfügung. Dazu gehören insbesondere:
- Standortanzeige: Der letzte aufgezeichnete Standort der Drohne wird auf einer Karte angezeigt.
- Flugaufzeichnungen: Die gespeicherten Flugdaten helfen dabei, den letzten bekannten Standort nachzuvollziehen.
- ESC-Piepton: Bei kompatiblen Drohnen kann ein akustisches Signal aktiviert werden, um das Fluggerät vor Ort leichter zu finden.
- Optische Signale: Bei unterstützten Modellen können zusätzlich die LEDs der Drohne aktiviert werden.
- Standortfreigabe: Bei DJI Pilot 2 lässt sich der Standort unter anderem über einen QR-Code teilen.
Die verfügbaren Funktionen hängen vom jeweiligen Modell und der verwendeten App-Version ab.
Wichtig ist: Die Funktion ermöglicht keine kontinuierliche Live-Ortung einer abgestürzten Drohne. Sie zeigt den zuletzt gespeicherten Standort an. Dieser kann vom tatsächlichen Absturzort abweichen.
3. ESC-Piepton: So kannst du deine abgestürzte Drohne akustisch orten
Eine besonders hilfreiche Funktion ist der sogenannte ESC-Piepton.
ESC steht für Electronic Speed Controller. Dabei handelt es sich um die elektronische Steuerung der Elektromotoren einer Drohne.
Bei kompatiblen DJI-Modellen lässt sich über die Funktion „Find My Drone“ ein akustisches Signal aktivieren. Dieses hilft dir dabei, die Drohne am Boden zu lokalisieren.
So funktioniert die akustische Ortung:
- Öffne die Funktion „Find My Drone“ in der unterstützten DJI-App.
- Ermittle den letzten bekannten Standort deiner Drohne.
- Begib dich möglichst nah an den angezeigten Standort.
- Wenn die Drohne noch ausreichend Akkuladung besitzt und eine Verbindung zur Fernsteuerung hergestellt werden kann, aktiviere die Funktion zum Blinken und Piepen.
- Orientiere dich am akustischen Signal, um die Drohne im Gelände zu finden.
Gerade in dichtem Bewuchs oder hohem Gras kann der Piepton eine wertvolle Hilfe sein. Du musst dich bei der Suche nicht ausschließlich auf die visuelle Wahrnehmung verlassen.
Allerdings funktioniert die akustische Ortung nur unter bestimmten Voraussetzungen. Ist die Drohne stark beschädigt, der Akku leer oder keine Verbindung zur Fernsteuerung möglich, kann das Signal nicht aktiviert werden.
4. DJI Pilot 2: So findest du deine Drohne wieder
Bei professionellen DJI-Drohnen wie der Matrice 4T, Matrice 4E und Matrice 30-Serie kannst du die Funktion „Find My Drone“ über DJI Pilot 2 nutzen.
Die Funktion ist ab der Version 7.1 von DJI Pilot 2 verfügbar.
So gehst du vor:
Schritt 1: Funktion öffnen
Öffne DJI Pilot 2 und wechsle in die Kameraansicht. Rufe anschließend die Flugeinstellungen auf.
Wähle dort den Menüpunkt „Unterstützung“ und anschließend „Fluggerät finden“ aus.
Schritt 2: Letzten Standort anzeigen
In der Kartenansicht kannst du den letzten bekannten Standort deiner Drohne aufrufen.
Die gespeicherten Standortdaten helfen dir dabei, das Suchgebiet einzugrenzen. Zusätzlich kannst du die entsprechenden Standortinformationen über einen QR-Code teilen.
Schritt 3: Drohne suchen
Begib dich anhand der angezeigten Koordinaten zum letzten bekannten Standort.
Beachte dabei, dass es sich nicht zwangsläufig um den exakten Absturzort handelt. Kontrolliere deshalb auch die nähere Umgebung.
Schritt 4: ESC-Piepton aktivieren
Wenn deine Drohne noch über ausreichend Akkuladung verfügt und eine Verbindung zur Fernsteuerung möglich ist, kannst du den ESC-Piepton aktivieren.
Bei unterstützten Modellen lassen sich zusätzlich die optischen Signale einschalten. So kannst du versuchen, die Drohne sowohl akustisch als auch visuell zu lokalisieren.
5. Was tun, wenn der Akku beim Absturz herausgefallen ist?
Bei einem heftigen Aufprall kann es passieren, dass sich der Akku aus der Drohne löst. In diesem Fall wird die Stromversorgung unterbrochen.
Ohne ausreichende Stromversorgung kann die Drohne weder piepen noch blinken. Auch wenn die Funktion „Find My Drone“ verfügbar ist, lässt sich das Fluggerät dann nicht mehr über diese Signale orten.
Die gespeicherten Flugaufzeichnungen können dir trotzdem weiterhelfen.
Öffne die entsprechenden Flugdaten und ermittle die zuletzt aufgezeichneten Koordinaten. Diese kannst du zur Orientierung auf der Karte verwenden.
Beachte jedoch, dass die Koordinaten nicht zwingend mit der tatsächlichen Absturzstelle übereinstimmen. Je nach Flugverlauf kann die Drohne nach dem letzten gespeicherten Standort noch eine gewisse Strecke zurückgelegt haben.
Gehe bei der Suche deshalb systematisch vor und überprüfe auch die Umgebung des angezeigten Standorts.
6. Welche DJI-Drohnen unterstützen „Find My Drone“?
Die Funktion ist bei verschiedenen DJI-Drohnen verfügbar. Je nach Modell unterscheiden sich jedoch die Bedienung und der Funktionsumfang.
Zu den unterstützten professionellen Drohnen gehören unter anderem:
- DJI Matrice 4T
- DJI Matrice 4E
- DJI Matrice 30
- DJI Matrice 30T
- DJI Matrice 350 RTK
- DJI Mavic 3T
- DJI Mavic 3E
Bei diesen Modellen erfolgt die Suche über DJI Pilot 2.
Auch bei einigen älteren DJI-Drohnen lässt sich der letzte bekannte Standort über die Flugaufzeichnungen ermitteln. Allerdings stehen dort nicht unbedingt dieselben Funktionen zur Verfügung.
Informiere dich daher vorab über die Möglichkeiten deines jeweiligen Drohnenmodells.
7. Was solltest du nach einem Drohnenabsturz beachten?
Wenn du deine abgestürzte Drohne gefunden hast, solltest du zunächst den Zustand des Fluggeräts überprüfen.
Achte insbesondere auf:
- Beschädigungen an den Propellern und Motoren
- Risse oder Verformungen am Gehäuse
- Beschädigungen am Akku
- Auffälligkeiten an der Elektronik
Bei sichtbaren Beschädigungen solltest du die Drohne nicht einfach wieder starten. Insbesondere beschädigte Akkus können ein Sicherheitsrisiko darstellen.
Lass das Fluggerät bei Bedarf von einem qualifizierten Fachbetrieb überprüfen, bevor du es wieder in Betrieb nimmst.
Wenn du deine Drohne trotz der verfügbaren Funktionen nicht finden kannst, kannst du dich außerdem an den DJI-Support wenden.
8. Fazit: Mit „Find My Drone“ die abgestürzte Drohne leichter wiederfinden
Ein Drohnenabsturz ist ärgerlich. Besonders dann, wenn das Fluggerät im Wald, auf einem Feld oder in hohem Gras verschwindet.
Mit der DJI-Funktion „Find My Drone“ stehen dir jedoch verschiedene Möglichkeiten zur Verfügung, um deine Drohne wiederzufinden. Die Flugaufzeichnungen helfen dir dabei, den letzten bekannten Standort zu ermitteln. Bei kompatiblen Modellen kannst du zusätzlich einen ESC-Piepton und optische Signale aktivieren.
Wichtig ist, dass die Drohne dafür noch ausreichend mit Strom versorgt wird und eine Verbindung zur Fernsteuerung möglich ist. Ist der Akku herausgefallen oder das Fluggerät stark beschädigt, bleibt häufig nur die Suche anhand der gespeicherten Koordinaten.
Unser Tipp: Mach dich bereits vor deinem nächsten Flug mit der Funktion „Find My Drone“ vertraut. So weißt du im Ernstfall, welche Möglichkeiten dir zur Verfügung stehen, um deine Drohne wiederzufinden.







