Habrok 4K 2.0 oder Habrok HQ35L? Wer auf der Suche nach einem leistungsstarken Wärmebildfernglas für die Jagd ist, kommt an diesen beiden Modellen nicht vorbei. Doch worin unterscheiden sich die beiden Wärmebildgeräte und für wen lohnt sich der Aufpreis für das größere Modell?
In diesem Habrok Vergleich schauen wir uns das Habrok 4K 2.0 und das Habrok HQ35L genauer an. Wir vergleichen Wärmebildauflösung, Objektiv, Reichweite, Ausstattung und Bedienung und zeigen, welches Wärmebildfernglas für welchen Einsatz besser geeignet ist.
Habrok 4K 2.0 vs. HQ35L: Die wichtigsten Unterschiede
Beide Wärmebildferngläser vereinen mehrere Funktionen in einem Gerät. Neben der Wärmebildkamera verfügen sie über einen Nachtsicht- und Tageslichtkanal sowie einen integrierten Laser-Entfernungsmesser.
Der größte Unterschied zwischen dem Habrok 4K 2.0 und dem HQ35L liegt jedoch bei der Wärmebildauflösung und dem Objektiv.
| Habrok 4K 2.0 | Habrok HQ35L | |
|---|---|---|
| Wärmebildsensor | 256 × 192 Pixel | 640 × 512 Pixel |
| Objektiv | 25 mm | 35 mm |
| Detektionsreichweite | ca. 1.200 m | über 2.000 m |
| Wärmebild | Ja | Ja |
| Nachtsicht | Ja | Ja |
| Tageslicht | Ja | Ja |
| Laser-Entfernungsmesser | Ja | Ja |
Die technischen Unterschiede zeigen bereits: Das HQ35L ist auf eine höhere Bildqualität und größere Distanzen ausgelegt, während das Habrok 4K 2.0 einen attraktiven Einstieg in die Welt der Wärmebildferngläser bietet.
Wärmebildauflösung: 256 × 192 oder 640 × 512?
Bei einem Wärmebildgerät ist der Sensor einer der wichtigsten Faktoren für die Bildqualität.
Das Habrok 4K 2.0 verfügt über einen Wärmebildsensor mit 256 × 192 Pixeln. Damit lassen sich Wärmequellen und Tiere auch auf größere Entfernung erkennen. Die angegebene Detektionsreichweite liegt bei rund 1.200 Metern.
Das Habrok HQ35L arbeitet dagegen mit einem 640 × 512 Pixel großen Wärmebildsensor. Damit bietet es eine deutlich höhere Auflösung und kann mehr Details darstellen. Die Detektionsreichweite liegt laut den vorliegenden Angaben bei über 2.000 Metern.
Dabei ist ein wichtiger Punkt zu beachten: Detektionsreichweite bedeutet nicht automatisch Identifikationsreichweite.
Ein Wärmebildgerät kann ein Tier bereits auf sehr große Entfernung als Wärmequelle erkennen. Ob sich auf diese Entfernung auch sicher bestimmen lässt, ob es sich beispielsweise um Schwarzwild, Rehwild oder Rotwild handelt, ist eine andere Frage.
Genau hier spielt eine höhere Wärmebildauflösung ihre Stärke aus.
25 mm vs. 35 mm Objektiv
Neben dem Sensor beeinflusst auch das Objektiv die Darstellung und Reichweite eines Wärmebildgeräts.
Das Habrok 4K 2.0 besitzt ein 25-mm-Objektiv. Diese Kombination eignet sich besonders für den Einsatz im Wald und für mittlere Distanzen.
Das HQ35L verfügt über ein 35-mm-Objektiv. Das größere Objektiv ist insbesondere für größere Distanzen interessant und macht das Gerät zu einer guten Option für die Feldjagd.
Welches Objektiv eignet sich für welchen Einsatz?
25 mm – Habrok 4K 2.0
- interessant für Wald und Feld
- guter Überblick bei mittleren Distanzen
- kompakte All-in-One-Lösung
- besonders interessant für den Einstieg
35 mm – Habrok HQ35L
- stärker auf größere Distanzen ausgelegt
- besonders interessant für die Feldjagd
- bessere Voraussetzungen für die Darstellung auf größere Entfernung
Die Wahl des richtigen Objektivs hängt deshalb stark vom eigenen Revier und dem persönlichen Jagdverhalten ab.
Wärmebildfernglas für die Jagd: Was können die Habrok Geräte?
Ein großer Vorteil beider Modelle ist die Kombination verschiedener Funktionen.
Sowohl das Habrok 4K 2.0 als auch das HQ35L bieten:
- Wärmebild
- Nachtsicht
- Tageslicht
- Laser-Entfernungsmesser
- wechselbare IR-Strahler
Damit ersetzen die Geräte mehrere einzelne Hilfsmittel und bieten eine vielseitige Lösung für die Jagd.
Gerade bei wechselnden Lichtverhältnissen ist die Kombination aus Wärmebild und Nachtsicht interessant. Während das Wärmebild vor allem beim Erkennen von Wärmequellen seine Stärken ausspielt, kann der Nachtsichtkanal bei der Beobachtung und Ansprache in der Dämmerung genutzt werden.
Habrok 4K 2.0: Für wen lohnt sich das kleinere Wärmebildfernglas?
Das Habrok 4K 2.0 ist interessant für alle, die ein vielseitiges Wärmebildfernglas suchen, ohne direkt in die höhere Preisklasse einzusteigen.
Der 256 × 192 Pixel große Sensor bietet eine solide Grundlage für die Wärmebildbeobachtung. Durch das 25-mm-Objektiv eignet sich das Gerät besonders für den Einsatz im Wald und bei mittleren Entfernungen.
Wer bisher ein klassisches Handgerät verwendet und auf ein Wärmebildfernglas umsteigen möchte, bekommt mit dem Habrok 4K 2.0 eine kompakte All-in-One-Lösung.
Habrok HQ35L: Wann lohnt sich der Aufpreis?
Das Habrok HQ35L richtet sich an Nutzer, die höhere Ansprüche an Wärmebildauflösung und Reichweite haben.
Der 640 × 512 Pixel große Sensor bietet deutlich mehr Auflösung als das Habrok 4K 2.0. In Kombination mit dem 35-mm-Objektiv ist das Gerät besonders interessant, wenn regelmäßig auf größere Entfernungen beobachtet wird.
Gerade bei der Feldjagd kann diese Kombination ihre Vorteile ausspielen.
Wer also häufig weit beobachten möchte und Wert auf eine möglichst detailreiche Wärmebilddarstellung legt, sollte den Aufpreis für das HQ35L in Betracht ziehen.
Bedienung: Was hat sich beim Habrok 4K 2.0 geändert?
Das Habrok 4K 2.0 wurde gegenüber der vorherigen Generation auch bei der Bedienung überarbeitet.
Die Fokussierung erfolgt beim neuen Modell über ein Einstellrad auf der Oberseite. Auch der Wechsel zwischen Wärmebild und Nachtsicht wurde überarbeitet und soll die Bedienung im praktischen Einsatz vereinfachen.
Damit ist das Habrok 4K 2.0 nicht nur technisch interessant, sondern bringt auch beim Handling einige Veränderungen mit sich.
Lieferumfang des Habrok 4K 2.0 und HQ35L
Auch beim Lieferumfang gibt es Unterschiede, allerdings sind diese für die Kaufentscheidung weniger entscheidend als Sensor und Objektiv.
Beim Habrok 4K 2.0 gehören unter anderem folgende Komponenten zum Lieferumfang:
- Wärmebildfernglas
- vier Akkus
- Ladegerät
- Reinigungstuch
- Trageriemen
Beim HQ35L kommt zusätzlich eine Tragetasche hinzu. Auch hier gehören vier Akkus, Ladegerät, Reinigungstuch und Trageriemen zum Lieferumfang.
Der höhere Preis des HQ35L ist allerdings nicht in erster Linie durch das Zubehör begründet.
Der entscheidende Unterschied liegt in der Wärmebildtechnik.
Welches Habrok Wärmebildfernglas ist das richtige?
Die Antwort hängt davon ab, wie und wo das Wärmebildgerät eingesetzt werden soll.
Habrok 4K 2.0
Das Habrok 4K 2.0 ist die interessante Wahl, wenn du:
- ein vielseitiges Wärmebildfernglas suchst
- hauptsächlich im Wald und auf mittleren Distanzen unterwegs bist
- ein kompaktes All-in-One-Gerät möchtest
- weniger investieren möchtest
- von einem Handgerät auf ein Wärmebildfernglas umsteigen möchtest
Habrok HQ35L
Das HQ35L ist die bessere Wahl, wenn du:
- Wert auf eine höhere Wärmebildauflösung legst
- häufig auf größere Entfernungen beobachtest
- überwiegend im Feld unterwegs bist
- mehr Details im Wärmebild erkennen möchtest
- bereit bist, mehr für die höhere Leistung zu investieren
Fazit: Habrok 4K 2.0 oder HQ35L?
Das Habrok 4K 2.0 und das HQ35L sind nicht einfach zwei identische Wärmebildferngläser mit unterschiedlichem Preis. Der entscheidende Unterschied liegt in der Wärmebildtechnik.
Das Habrok 4K 2.0 bietet mit seinem 256 × 192 Pixel großen Sensor, dem 25-mm-Objektiv und der umfangreichen Ausstattung einen guten Einstieg in die Welt der Wärmebildferngläser.
Das HQ35L geht einen deutlichen Schritt weiter. Mit 640 × 512 Pixeln und einem 35-mm-Objektiv ist es vor allem dann interessant, wenn eine höhere Bildqualität und größere Distanzen im Vordergrund stehen.
Du möchtest ein vielseitiges Wärmebildfernglas für Wald und Feld und dabei auf das Budget achten? Dann ist das Habrok 4K 2.0 eine interessante Option.
Du möchtest möglichst viele Details auf größere Entfernung erkennen und bist bereit, mehr zu investieren? Dann lohnt sich der Blick auf das HQ35L.
Letztendlich entscheidet also nicht nur der Preis, sondern vor allem der geplante Einsatz: Wald oder Feld, kurze oder große Distanzen und Einstieg oder maximale Bildqualität.








