Sauensuche im Raps: Wie CopterPro mit Wärmebilddrohnen und KI Wildtiere erkennt

Wenn die ersten Sonnenstrahlen über die blühenden Rapsfelder ziehen und das Revier langsam erwacht, beginnt eine der spannendsten Zeiten für Jäger und Drohnenpiloten. Genau dann zeigt sich, wie leistungsfähig moderne Wärmebilddrohnen und künstliche Intelligenz heute bereits sind.

Wir waren im Revier unterwegs, um die Rapsflächen aus der Luft zu kontrollieren, Schwarzwildbewegungen zu beobachten und unsere Tiererkennungs-KI unter realen Bedingungen zu testen.

Dabei stand nicht die Jagd im Vordergrund, sondern die Beobachtung des Wildes und die Frage:
Wie gut funktioniert künstliche Intelligenz im dichten Rapsbestand wirklich?

Warum die Sauensuche im Raps so anspruchsvoll ist

Gerade während der Rapsblüte gehören diese Flächen zu den schwierigsten Einsatzgebieten für Wärmebildtechnik. Der Bestand ist extrem dicht, Tiere liegen tief verborgen und sind vom Boden aus nahezu unsichtbar.

Vor allem Schwarzwild nutzt den Raps gerne als Einstand. Mit bloßem Auge ist dort kaum etwas zu erkennen.

Genau hier spielt die Kombination aus moderner Drohnentechnik und intelligenter KI ihre Stärken aus.

Mit der eingesetzten DJI Matrice M4TD konnten wir:

  • Sauen im Raps lokalisieren
  • Bachen mit Frischlingen erkennen
  • Rehwild im dichten Bestand entdecken
  • Füchse und Jungfüchse identifizieren
  • Bewegungen des Wildes analysieren

Besonders beeindruckend: Die KI erkennt Tiere oft schneller als das menschliche Auge.

Die Technik hinter der Sauensuche

Zum Einsatz kam die wasserdichte DJI Matrice M4TD mit umfangreicher Sensorik:

  • 640er Wärmebildkamera
  • mehrere Zoomkameras
  • Nachtsichtkamera
  • Laserentfernungsmesser
  • IP55-Schutzklasse
  • bis zu 54 Minuten Flugzeit pro Akku

Gerade bei großen Revieren ist die enorme Reichweite ein großer Vorteil. In der Praxis lassen sich mehrere Kilometer Fläche effizient absuchen.

Zusätzlich unterstützt die Tiererkennungs-KI sowohl im Wärmebild als auch im Normalbild.

Das löst eines der größten Probleme bei der Wildsuche:
Man erkennt zwar eine Wärmequelle, weiß aber oft nicht exakt, wo sich das Tier im normalen Kamerabild befindet. Die KI markiert diese Bereiche automatisch und erleichtert das Auffinden enorm.

Erste Ergebnisse im Revier

Schon kurz nach dem Start meldete die KI die ersten Treffer. Mehrere Stücke Rehwild lagen tief im Raps und waren für das menschliche Auge kaum sichtbar.

Besonders spannend wurde es später bei den Sauen.

Zunächst wirkte eine Stelle im Wärmebild wie ein gewöhnlicher Wärmefleck durch Sonneneinstrahlung. Doch die KI identifizierte die Struktur korrekt als Bache mit Frischlingen in einer Fehlstelle des Rapsbestandes.

Gerade solche Situationen zeigen den echten Mehrwert der Technologie:
Die KI unterstützt den Piloten, ersetzt ihn aber nicht.

Kitzrettung und Wildtiermonitoring

Auch wenn die Wiesenmahd noch bevorsteht, liefern solche Flüge bereits wichtige Erkenntnisse:

  • Wo halten sich tragende Ricken auf?
  • Welche Flächen könnten bald Setzplätze sein?
  • Welche Bereiche werden vom Schwarzwild bevorzugt angenommen?
  • Wie entwickelt sich das Wildverhalten im Frühjahr?

Für die spätere Kitzrettung sind solche Informationen extrem wertvoll.

KI als Unterstützung im Revier

Die Tiererkennungs-KI arbeitet mit verschiedenen Vertrauensstufen. Dadurch kann der Nutzer selbst festlegen, wie sensibel die Erkennung reagieren soll.

Natürlich wird die Technologie kontinuierlich weiterentwickelt. Doch schon jetzt zeigt sich deutlich:

Die KI spart Zeit, erhöht die Trefferquote und erleichtert die Sauensuche auf großen Flächen enorm.

Trotzdem ersetzt sie keinen erfahrenen Drohnenpiloten. Sie ist ein intelligentes Werkzeug zur Unterstützung im Revier.

Weitere Einsatzgebiete der Drohne

Neben der Sauensuche eignet sich das System auch hervorragend für:

  • Kitzrettung
  • Wildschadensvermessung
  • Kontrolle von Fehlstellen im Raps
  • PV-Hotspot-Erkennung
  • Landwirtschaftliches Monitoring
  • Revierkontrolle

Durch die Kombination aus Wärmebildtechnik, Zoomkameras und KI entstehen völlig neue Möglichkeiten für Jagd, Landwirtschaft und Naturschutz.

Fazit

Die Sauensuche mit Wärmebilddrohnen und künstlicher Intelligenz verändert die Wildtiererkennung grundlegend. Gerade in dichtem Raps zeigt sich, wie leistungsfähig moderne Systeme inzwischen geworden sind.

Die Kombination aus Wärmebildtechnik, Zoomkameras und intelligenter Tiererkennung bietet enorme Vorteile für:

  • Jäger
  • Landwirte
  • Kitzretter
  • Revierinhaber
  • Naturschutzprojekte

Und das ist erst der Anfang.

Die Entwicklung der KI schreitet rasant voran — und Copterpro arbeitet bereits an weiteren innovativen Lösungen für den professionellen Drohneneinsatz im Revier.

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