30 Hektar kontrolliert, 14 Kitze gefunden, 12 gesichert – und am Ende kein einziger Mähverlust. Drei Landwirte, eine Wärmebilddrohne, ein gemeinsames Ziel.
Vorbereitung entscheidet
Die Landwirte hatten sich bereits am Vortag gemeldet. Über KitzControl wurden die Flächen strukturiert in drei Aufträge aufgeteilt – Felder, Helfer, Einsatzdaten alles an einem Ort. Gerade bei mehreren Betrieben und vielen Einzelflächen spart das wertvolle Minuten im Morgenstress.
Wärme ist die größte Herausforderung
Mit knapp 27 °C war es ein anspruchsvoller Morgen. Die DJI M4TD mit Wärmebildkamera lieferte trotzdem präzise Treffer – bis zu 54 Minuten Flugzeit pro Akku ermöglichten ein effizientes Abarbeiten der Flächen. Je wärmer der Tag, desto wichtiger: Kitze nach der Sicherung so kurz wie möglich in der Box lassen.
Praxistipp: Kisten immer beschweren · Kitze möglichst stressfrei behandeln · Nach der Mahd nah am Fundort freilassen · Abstimmung mit dem Jagdpächter nicht vergessen – er kennt das Revier.
Auch Ortsrandflächen kontrollieren
Direkt am Dorf lag das erste Kitz – gut versteckt im hohen Gras. Eine wichtige Erinnerung: Auch Flächen nahe an Häusern müssen geflogen werden. Dabei gilt die 1:1-Regel: Der Abstand zu Wohngebieten sollte mindestens der Flughöhe entsprechen.
Der schönste Moment
Nach Abschluss der Mäharbeiten konnten alle gesicherten Kitze nahe ihrem Fundort freigelassen werden. Die Ricken warteten bereits in der Nähe. Besonders zwei sehr junge Geschwister, die nur wenige Minuten in der Box verbracht hatten, sprangen direkt zu ihrer Mutter zurück.
Technik allein rettet keine Kitze. Erst das Zusammenspiel von Landwirten, Jägern, Helfern und Piloten macht solche Erfolge möglich. Danke an alle, die jeden Morgen früh aufstehen – dafür, dass aus einer potenziellen Tragödie eine Erfolgsgeschichte wird.







