DJI Matrice 4T oder Matrice 4TD – Welche Wärmebilddrohne ist die richtige?

Wer sich mit professionellen Wärmebilddrohnen beschäftigt, stößt früher oder später auf die DJI Matrice 4T und die DJI Matrice 4TD. Auf den ersten Blick wirken beide Modelle nahezu identisch – doch genau hier entsteht oft Verwirrung.

In diesem Beitrag erklären wir dir verständlich die wichtigsten Unterschiede und helfen dir dabei, die richtige Entscheidung für dein Einsatzgebiet zu treffen.

Die Gemeinsamkeiten

Bevor wir auf die Unterschiede eingehen, gibt es eine wichtige Information:

Beide Drohnen besitzen die gleiche Kameraausstattung. Das bedeutet, dass du bei beiden Modellen dieselbe Bildqualität, dieselbe Wärmebildkamera sowie die gleichen Funktionen erhältst.

Auch in vielen weiteren Punkten sind sich die Drohnen sehr ähnlich:

  • Identische Wärmebild- und Zoomkamera
  • RTK-Modul für hochpräzise Vermessungen
  • Unterstützung für 4G über den DJI Cellular Dongle
  • 360° Hinderniserkennung
  • Kompatibel mit Lautsprecher und Scheinwerfer
  • Gleiche DJI RC Plus 2 Fernsteuerung

Der größte Unterschied liegt also nicht in der Technik – sondern im Aufbau der Drohne.

DJI Matrice 4T – Die flexible Allrounderin

Die DJI Matrice 4T ist die klassische faltbare Wärmebilddrohne.

Durch die einklappbaren Arme lässt sie sich besonders kompakt transportieren und eignet sich hervorragend für:

  • Inspektionen
  • Photovoltaik-Anlagen
  • Gebäudethermografie
  • Vermessung
  • Landwirtschaft
  • allgemeine BOS- und Rettungseinsätze

Da sie nicht wasserdicht ist, sollte sie allerdings nicht bei starkem Regen eingesetzt werden.

Ein weiterer Vorteil sind die kleineren Akkus, die einfacher transportiert werden können. Die Flugzeit liegt bei etwa 49 Minuten pro Akku.

DJI Matrice 4TD – Für jedes Wetter und den autonomen Einsatz

Die DJI Matrice 4TD wurde speziell für den Einsatz mit dem DJI Dock 3 entwickelt.

Deshalb besitzt sie:

  • starre Arme
  • ein wasserdichtes Gehäuse
  • größere Akkus
  • zusätzliche Akkuverriegelungen
  • längere Flugzeit von ca. 54 Minuten

Durch das robuste Design ist die Matrice 4TD ideal für:

  • Einsätze bei Regen
  • dauerhaft einsatzbereite Behörden
  • Sicherheitsunternehmen
  • automatisierte Drohnenmissionen
  • Industrieanlagen
  • kritische Infrastruktur

Die besondere Bauform sorgt außerdem dafür, dass die Drohne automatisch im DJI Dock landen und starten kann.

Die wichtigsten Unterschiede im Überblick

DJI Matrice 4T DJI Matrice 4TD
Faltbare Arme Starre Arme
Nicht wasserdicht Wasserdicht
Flugzeit ca. 49 Minuten Flugzeit ca. 54 Minuten
Kleinere Akkus Größere Akkus mit Verriegelung
Kompakter Transport Für DJI Dock 3 entwickelt
Günstiger Rund 2.000 € teurer

Welche Drohne solltest du wählen?

Die DJI Matrice 4T eignet sich für dich, wenn:

  • du als Drohnendienstleister startest,
  • hauptsächlich bei gutem Wetter fliegst,
  • eine kompakte Lösung suchst,
  • das Budget eine wichtige Rolle spielt.

Die DJI Matrice 4TD eignet sich für dich, wenn:

  • du bei nahezu jedem Wetter einsatzbereit sein möchtest,
  • BOS- oder Industrieeinsätze durchführst,
  • langfristig wachsen möchtest,
  • das DJI Dock 3 nutzen möchtest,
  • maximale Zuverlässigkeit benötigst.

Unser Fazit

Die Entscheidung zwischen der DJI Matrice 4T und der DJI Matrice 4TD hängt weniger von der Kamera ab – denn diese ist bei beiden Modellen identisch.

Viel wichtiger ist die Frage:

Unter welchen Bedingungen möchtest du deine Drohne einsetzen?

Wer eine leistungsstarke und preislich attraktive Wärmebilddrohne sucht, trifft mit der DJI Matrice 4T eine ausgezeichnete Wahl.

Wer dagegen auch bei schlechtem Wetter oder im automatisierten Dock-Betrieb arbeiten möchte, sollte direkt zur DJI Matrice 4TD greifen.

Gerade für professionelle Drohnendienstleister kann sich die Investition langfristig auszahlen, da sie deutlich mehr Einsatzmöglichkeiten eröffnet.

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