Die Planung und der automatisierte Abflug linearer Strukturen gehören heute zu den spannendsten Einsatzmöglichkeiten moderner Enterprise-Drohnen. Ob Straßen, Stromtrassen, Pipelines oder Waldwege – überall dort, wo sich Objekte linear durch die Landschaft ziehen, spielt die lineare Routen- bzw. Wegpunktplanung ihre Stärken aus. In diesem Beitrag zeigen wir dir, wie das Prinzip funktioniert, wofür es eingesetzt wird und warum insbesondere die neuen DJI Enterprise Drohnen wie die Matrice 4 Serie oder die M400 hier neue Maßstäbe setzen.
Was ist lineare Routenplanung?
Bei der linearen Routenplanung wird keine klassische Flächenmission geflogen, sondern eine Route entlang einer Mittellinie definiert. Diese Mittellinie kann beispielsweise eine Straße, eine Stromtrasse oder eine Pipeline sein. Die Drohne folgt dieser Linie automatisch und erfasst dabei Bild-, Video- oder Thermaldaten.
Typische lineare Objekte sind:
- Straßen und Straßennetze
- Strom- und Bahntrassen
- Pipelines und Fernwärmeleitungen
- Wald- und Feldwege
- Zäune und Grenzverläufe
Der große Vorteil: Die Mission ist schnell geplant, reproduzierbar und besonders effizient.
Typische Einsatzbereiche
1. Inspektion & Infrastruktur
Lineare Routen eignen sich hervorragend für:
- Kontrolle von Stromleitungen und Masten
- Überprüfung von Fernwärmeleitungen mittels Wärmebild
- Inspektion von Zäunen oder Pipelines
Gerade in Kombination mit Thermalkameras lassen sich Undichtigkeiten, Hotspots oder Schäden frühzeitig erkennen.
2. BOS- und Behördeneinsätze
Für Behörden und Organisationen mit Sicherheitsaufgaben (BOS) bietet die lineare Routenplanung enorme Vorteile:
Abfliegen von Straßen bei Unfällen zur Dokumentation und Rekonstruktion
Kontrolle von Wegen in Nationalparks (z. B. unerlaubtes Parken oder Wilderei)
Lageerkundung entlang von Verkehrswegen
Wichtig dabei: Aus Sicherheitsgründen empfiehlt es sich, die Route neben der Straße zu planen – nicht direkt darüber.
3. Umwelt- und Naturschutz
Auch im Naturschutz ist die lineare Planung sinnvoll:
- Kontrolle von Waldwegen
- Beobachtung von Wildtieren (z. B. mit Wärmebild)
- Monitoring sensibler Gebiete ohne unnötige Flächenabdeckung
So funktioniert die Planung in DJI Pilot
Die Planung erfolgt direkt in der DJI Pilot App auf der RC Plus 2 Fernsteuerung:
- Auswahl von Flugroute → Neue Route → Lineare Route
- Festlegen der Wegpunkte entlang der gewünschten Struktur
- Definition der Mittellinie
- Einstellung von Parametern wie:
- Flughöhe (relativ oder AGL)
- Geschwindigkeit
- Überlappung
- Rückkehraktion
- Optimierung der Route (z. B. „Mittellinie einschließen“)Nach dem Speichern kann die Mission automatisiert abgeflogen werden.
Augmented Reality & intelligente Assistenz
Ein echtes Highlight der neuen DJI Enterprise Drohnen ist die Augmented-Reality-Funktion (AR Streets).
Dabei werden dem Piloten direkt im Livebild virtuelle Straßenverläufe, Gebäudenummern oder Verkehrsobjekte eingeblendet. Das erleichtert:
- die Orientierung
- die Missionskontrolle
- das präzise Nachvollziehen der Route
Zusätzlich können KI-Funktionen aktiviert werden, etwa zur:
- Erkennung von Personen oder Fahrzeugen
- Temperaturüberwachung mit Alarmfunktion
- Kombination aus Sicht- und Wärmebild (Split-Modus)
Gerade bei Fernwärme- oder Leitungsinspektionen ist diese Kombination extrem leistungsfähig.
Fazit: Ein starkes Tool für lineare Aufgaben
Die lineare Routenplanung ist ein vielseitiges und leistungsstarkes Werkzeug für professionelle Drohneneinsätze. Sie spart Zeit, erhöht die Sicherheit und liefert reproduzierbare Ergebnisse – egal ob in der Infrastruktur, bei BOS-Einsätzen oder im Umweltmonitoring.
Wer tiefer in die Materie einsteigen möchte, findet detaillierte Erklärungen, Best Practices und aktuelle Updates in der CopterPro Academy, unter anderem im Matrice 4 Kurs, BOS Kurs oder M400 Kurs.
Du hast Fragen zur linearen Routenplanung oder möchtest wissen, wie du sie in deinem Anwendungsfall optimal einsetzt? Dann melde dich gerne bei uns!






