Was passiert, wenn das Signal einer Drohne abreißt?

Keine Panik! Wenn die Verbindung zwischen Drohne und Fernsteuerung abreißt, bedeutet das nicht automatisch, dass die Drohne verloren ist. Moderne DJI-Drohnen verfügen über eine wichtige Sicherheitsfunktion: Return-to-Home (RTH).

Doch wie funktioniert RTH eigentlich? Und was passiert, wenn die Drohne keinen Kontakt mehr zur Fernsteuerung hat?

Was bedeutet Return-to-Home (RTH)?

Return-to-Home, kurz RTH, bedeutet übersetzt „Rückkehr zum Startpunkt“.

Wird die Verbindung zur Drohne unterbrochen, kann sie – abhängig von den Einstellungen und der jeweiligen Flugsituation – automatisch zum zuvor gespeicherten Home Point zurückkehren.

Der Home Point wird normalerweise beim Start festgelegt und dient der Drohne als Referenz für die Rückkehr.

Was passiert bei einem Signalverlust?

Reißt das Signal zwischen Fernsteuerung und Drohne ab, muss nicht sofort eingegriffen werden. Ist RTH entsprechend eingestellt, kann die Drohne den Rückflug automatisch einleiten.

Dabei fliegt sie zunächst auf die festgelegte RTH-Höhe und anschließend zurück zum Home Point.

Wichtig: Die Drohne „weiß“ nicht einfach, wo sie gestartet ist. Sie nutzt ihre Positionsdaten, insbesondere GPS/GNSS, um den gespeicherten Home Point wiederzufinden.

Die RTH-Höhe ist besonders wichtig ⚠️

Eine der wichtigsten Einstellungen bei RTH ist die Rückkehrhöhe.

Sie sollte so gewählt werden, dass sich auf dem Rückweg möglichst keine Hindernisse wie Bäume, Gebäude oder andere Strukturen in der Flugbahn befinden.

Ist die RTH-Höhe beispielsweise zu niedrig eingestellt und befindet sich auf dem Rückweg ein hoher Baum, kann die Drohne dadurch gefährdet werden.

Deshalb: Vor jedem Flug die RTH-Einstellungen kontrollieren!

Kann man den Home Point verändern?

Ja! Bei vielen modernen DJI-Drohnen lässt sich der Home Point während des Fluges aktualisieren.

Das kann besonders praktisch sein, wenn sich der Pilot während des Fluges von seinem ursprünglichen Startpunkt entfernt.

Je nach Drohne und Fernsteuerung kann beispielsweise der aktuelle Standort der Drohne oder der Standort der Fernsteuerung als neuer Home Point festgelegt werden.

Dadurch kann die Drohne bei einer automatischen Rückkehr an einem anderen, vorher bestimmten Ort landen.

Warum kann ein neuer Home Point sinnvoll sein?

Stell dir vor, du startest deine Drohne auf einer großen Wiese und fliegst anschließend mehrere hundert Meter weiter.

Während des Fluges möchtest du nicht unbedingt, dass die Drohne im Notfall wieder zum ursprünglichen Startpunkt zurückfliegt.

Mit einem aktualisierten Home Point kann die Rückkehr stattdessen an einem sicheren und gut erreichbaren Ort erfolgen.

Das kann zum Beispiel hilfreich sein, wenn sich der Pilot während des Fluges bewegt oder der ursprüngliche Startplatz nicht mehr optimal erreichbar ist.

RTH ist kein „Autopilot ohne Grenzen“

Trotz aller Technik gilt: RTH ersetzt nicht die Aufmerksamkeit des Piloten.

Die Funktion ist eine wichtige Sicherheitsreserve, aber keine Garantie dafür, dass die Drohne jede Situation automatisch perfekt löst.

Vor dem Flug sollte deshalb immer geprüft werden:

  • Ist der Home Point korrekt gesetzt?
  • Ist die RTH-Höhe passend gewählt?
  • Sind Hindernisse auf dem möglichen Rückweg zu erwarten?
  • Reicht der Akkustand für eine sichere Rückkehr?
  • Befindet sich die Drohne in einem Bereich mit ausreichendem GNSS-Empfang?

Fazit

Ein Signalverlust bedeutet bei einer modernen Drohne nicht automatisch einen Absturz oder Verlust.

Dank Return-to-Home (RTH) kann die Drohne bei einem Verbindungsabbruch selbstständig zu einem gespeicherten Home Point zurückkehren.

Besonders wichtig sind dabei die richtige RTH-Höhe und ein korrekt gesetzter Home Point.

Wer diese Funktionen vor jedem Flug kontrolliert und richtig nutzt, kann das Risiko bei einem unerwarteten Signalverlust deutlich reduzieren.

Also: Keine Panik bei Signalverlust – aber RTH vorher richtig einstellen! 

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