Drohnenkontrolle auf Flugplätzen: Mehr Sicherheit durch automatisierte Inspektionen

Flugplätze mit einer Drohne kontrollieren? Ja, das funktioniert!

Auf Flughäfen und Flugplätzen müssen Start- und Landebahnen sowie Rollwege regelmäßig und zuverlässig kontrolliert werden. Denn selbst kleine Gegenstände, die auf der Fläche liegen bleiben, können für startende oder landende Flugzeuge ein erhebliches Sicherheitsrisiko darstellen.

Schrauben, Werkzeuge, Handschuhe oder andere verlorene Gegenstände können schnell zum sogenannten FOD (Foreign Object Debris) werden. Deshalb ist eine zuverlässige Kontrolle der Flugbetriebsflächen besonders wichtig.

Bisher: Kontrolle durch Personal

Die Kontrolle von Start- und Rollbahnen erfolgt vielerorts noch manuell. Mitarbeiter müssen die festgelegten Bereiche regelmäßig abfahren oder ablaufen und dabei nach auffälligen Gegenständen, Beschädigungen oder anderen Gefahrenstellen suchen.

Das ist nicht nur zeitaufwendig, sondern bedeutet auch einen hohen personellen Aufwand. Gleichzeitig müssen die Kontrollen zuverlässig dokumentiert werden.

Genau hier kann moderne Drohnen- und Automatisierungstechnik einen entscheidenden Vorteil bieten.

Vollautomatisierte Drohnenkontrolle

Ein modernes Drohnensystem kann so konfiguriert werden, dass die Drohne ihre Kontrollflüge weitgehend selbstständig durchführt.

Die Drohne startet beispielsweise automatisiert aus einem Dock, fliegt eine zuvor definierte Route ab und erfasst dabei die relevanten Bereiche des Flugplatzes.

Mithilfe moderner Kameras und KI-gestützter Bilderkennung können dabei auffällige Objekte erkannt und dokumentiert werden.

Das ermöglicht unter anderem:

  • GPS-genaue Markierung von Fundstellen
  • Automatische Erkennung auffälliger Objekte
  • Direkte Übermittlung der Position an zuständige Mitarbeiter
  • Dokumentation des Zustands von Start- und Rollbahnen
  • Regelmäßige, reproduzierbare Kontrollflüge
  • Reduzierung des manuellen Kontrollaufwands

Wird beispielsweise ein Gegenstand auf einer Rollbahn erkannt, kann die zuständige Person gezielt zu dieser Position geschickt werden, um das Hindernis zu entfernen.

Auch Schäden lassen sich dokumentieren

Das Einsatzpotenzial geht jedoch noch deutlich weiter.

Durch regelmäßige Drohnenflüge können hochauflösende Aufnahmen der Flugbetriebsflächen erstellt und miteinander verglichen werden. So lassen sich Veränderungen über einen längeren Zeitraum dokumentieren.

Dazu können beispielsweise gehören:

  • Risse und Beschädigungen
  • Abrieb und Verschleiß
  • Veränderungen der Oberfläche
  • Auffällige Stellen auf Start- und Landebahnen
  • Schäden an angrenzenden Bereichen

Durch wiederkehrende Aufnahmen entsteht so eine digitale Dokumentation des Zustands der Flächen.

Mehr Sicherheit durch regelmäßige Kontrollen

Gerade auf Flughäfen spielt die frühzeitige Erkennung potenzieller Gefahren eine entscheidende Rolle. Eine automatisierte Drohnenlösung kann dabei helfen, Kontrollprozesse effizienter zu gestalten und Auffälligkeiten schneller an die richtige Stelle weiterzugeben.

Dabei ersetzt die Drohne nicht automatisch alle bestehenden Sicherheits- und Kontrollprozesse. Vielmehr kann sie als zusätzliche technische Unterstützung eingesetzt werden und Mitarbeiter bei wiederkehrenden Inspektionsaufgaben entlasten.

Die Kombination aus Drohne, Dock, automatisierten Flugrouten, GPS und künstlicher Intelligenz eröffnet damit interessante Möglichkeiten für die Zukunft der Flugplatzkontrolle.

Fazit

Flugplätze mit Drohnen zu kontrollieren, ist längst keine reine Zukunftsvision mehr. Automatisierte Drohnensysteme können definierte Bereiche regelmäßig abfliegen, Auffälligkeiten erkennen, Fundstellen per GPS dokumentieren und die Informationen an zuständige Mitarbeiter weitergeben.

So können Drohnen dazu beitragen, Kontrollen effizienter, nachvollziehbarer und digitaler zu gestalten – und gleichzeitig dabei helfen, potenzielle Gefahren auf Start- und Rollbahnen frühzeitig zu erkennen.

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