Kann man Fenster mit Drohnen putzen? – So funktioniert die Fensterreinigung aus der Luft

Fensterputzen mit einer Drohne – funktioniert das wirklich?

Ja! Moderne Reinigungsdrohnen ermöglichen es, Fenster und große Glasfassaden direkt aus der Luft zu reinigen. Besonders bei hohen Gebäuden und schwer erreichbaren Glasflächen kann die Drohne eine interessante Alternative zu Gerüsten, Hubsteigern und anderen klassischen Zugangslösungen darstellen.

Doch wie funktioniert die Fensterreinigung mit einer Drohne? Wird einfach Wasser gegen die Scheibe gesprüht? Und welche Technik wird dafür benötigt?

Wir zeigen dir, wie professionelle Drohnenreinigung funktioniert.

Fenster mit einer Drohne putzen – geht das?

Grundsätzlich können Fenster, Glasfassaden und andere Außenflächen mit speziell ausgestatteten Drohnen gereinigt werden.

Zum Einsatz kommen dabei leistungsfähige Industriedrohnen wie beispielsweise die DJI Matrice 400, die mit einem entsprechenden Reinigungssystem ausgestattet werden.

Dabei trägt die Drohne nicht einfach einen Wassertank durch die Luft. Stattdessen kann sie über einen Schlauch vom Boden aus mit Wasser beziehungsweise Reinigungsflüssigkeit versorgt werden.

An der Drohne befindet sich eine Lanze mit entsprechender Düse. Dadurch kann die zu reinigende Fläche gezielt bearbeitet werden.

Wie funktioniert die Fensterreinigung mit einer Drohne?

Je nach Verschmutzung und Oberfläche können unterschiedliche Reinigungsverfahren eingesetzt werden.

Bei einem professionellen Reinigungssystem für die DJI Matrice 400 kommt beispielsweise eine Lanze in Kombination mit einem bis zu 40 Meter langen Hochdruckschlauch zum Einsatz. Der Schlauch kann an entsprechende Hochdruckreiniger angeschlossen und sowohl mit als auch ohne Osmoseanlage verwendet werden.

Der große Vorteil: Das Wasser muss nicht von der Drohne transportiert werden. Die Versorgung erfolgt vom Boden aus.

Die Drohne bringt die Reinigungstechnik anschließend genau dorthin, wo sie benötigt wird.

So kann eine Reinigung ablaufen:

1. Oberfläche und Verschmutzung prüfen

Vor dem Einsatz wird zunächst geprüft, um welche Oberfläche es sich handelt und welche Verschmutzungen vorhanden sind.

2. Passende Düse auswählen

Je nach Oberfläche können unterschiedliche Düsen eingesetzt werden. Moderne Systeme verfügen beispielsweise über Schnellwechselsysteme, sodass die Reinigungstechnik an den jeweiligen Einsatz angepasst werden kann.

3. Drohne positionieren

Die Reinigungsdrohne wird vor der Glasfläche beziehungsweise Fassade positioniert.

4. Fläche reinigen

Über die Lanze wird Wasser oder eine entsprechende Reinigungslösung auf die Oberfläche aufgebracht. Bei Bedarf kann die Fläche vorbehandelt und anschließend abgespült werden.

5. Reinigung kontrollieren

Über die Kamera der Drohne kann der Pilot die Reinigung überwachen und schwer erkennbare oder noch verschmutzte Bereiche gezielt erneut bearbeiten.

Warum ist eine Osmoseanlage bei der Fensterreinigung interessant?

Gerade bei der Reinigung von Glasflächen spielt die Wasserqualität eine wichtige Rolle.

Normales Leitungswasser enthält Mineralien und Salze. Trocknet dieses Wasser auf einer Scheibe, können unter Umständen Wasserflecken oder Rückstände entstehen.

Hier kommen Osmoseanlagen ins Spiel.

Bei der Umkehrosmose werden unter anderem Salze und weitere Bestandteile aus dem Wasser herausgefiltert. Dadurch entsteht besonders reines Wasser.

Das ist für die professionelle Glasreinigung interessant, weil sich dadurch Rückstände auf den gereinigten Flächen reduzieren lassen.

Eine Reinigungsdrohne kann deshalb mit einer entsprechenden Osmoseanlage kombiniert werden.

Hochdruckreinigung aus der Luft

Je nach Anwendung können Reinigungsdrohnen auch mit leistungsfähigen Hochdrucksystemen kombiniert werden.

Beim Reinigungssystem für die DJI Matrice 400 kommt beispielsweise ein 40 Meter langer DN6-Hochdruckschlauch mit M22-Anschluss zum Einsatz. Das System ist für einen Druck von bis zu 300 bar ausgelegt.

Wichtig ist allerdings: Nicht jede Oberfläche sollte mit maximalem Druck gereinigt werden.

Druck, Wassermenge, Abstand und Düse müssen immer an das Material angepasst werden. Gerade bei Glas, empfindlichen Fassaden oder älteren Oberflächen ist eine materialgerechte Reinigung entscheidend.

Welche Verschmutzungen können entfernt werden?

Je nach Reinigungssystem und Verfahren können unterschiedliche Verschmutzungen behandelt werden.

Dazu gehören beispielsweise:

  • Staub und allgemeiner Umweltschmutz
  • Pollen
  • Ablagerungen
  • organische Verschmutzungen
  • Moos und Algen auf geeigneten Oberflächen
  • Verschmutzungen auf Fassaden und Dächern

Bei hartnäckigen Verschmutzungen kann zunächst ein geeignetes Reinigungsmittel aufgebracht werden.

Nach einer entsprechenden Einwirkzeit wird die Oberfläche anschließend abgespült.

Dadurch eignet sich das Prinzip nicht nur für Fenster, sondern für zahlreiche weitere Bereiche der professionellen Außenreinigung.

Wie schnell kann eine Reinigungsdrohne arbeiten?

Einer der interessantesten Faktoren ist die Flächenleistung.

Abhängig von Oberfläche, Verschmutzungsgrad und Einsatzbedingungen können mit einem professionellen Reinigungsdrohnensystem bis zu 500 m² pro Stunde bearbeitet werden.

Die tatsächliche Leistung hängt jedoch immer vom jeweiligen Objekt ab.

Eine leicht verschmutzte, große und gleichmäßige Fassade lässt sich beispielsweise schneller bearbeiten als eine verwinkelte Fläche mit hartnäckigen Verschmutzungen.

Bis zu welcher Höhe können Fenster gereinigt werden?

Mit dem entsprechenden Reinigungssystem sind Einsätze in Höhen von bis zu rund 40 Metern möglich.

Dadurch wird die Technik besonders für mehrstöckige Gebäude, Gewerbeimmobilien und Industriegebäude interessant.

Gerade hier liegt einer der größten Vorteile der Reinigungsdrohne: Der Zugang zur Fläche erfolgt aus der Luft.

Kein Gerüst und kein Hubsteiger?

Bei der klassischen Reinigung großer Glasfassaden ist häufig zusätzliche Technik notwendig.

Dazu gehören beispielsweise Gerüste, Hubarbeitsbühnen oder andere Zugangslösungen.

Das bedeutet zusätzlichen organisatorischen Aufwand und kann entsprechende Kosten verursachen.

Mit einer Reinigungsdrohne können viele schwer erreichbare Bereiche direkt aus der Luft angeflogen werden. Dadurch können je nach Einsatz Gerüste oder Hubsteiger reduziert beziehungsweise teilweise vollständig vermieden werden.

Das kann besonders bei regelmäßigen Reinigungsarbeiten einen erheblichen Unterschied machen.

Für welche Gebäude eignet sich die Fensterreinigung per Drohne?

Besonders interessant ist die Technik bei großen oder schwer erreichbaren Glasflächen.

Dazu gehören beispielsweise:

  • Bürogebäude
  • Hotels
  • Gewerbeimmobilien
  • Industriehallen
  • Produktionsgebäude
  • Lagerhallen
  • öffentliche Gebäude
  • mehrstöckige Glasfassaden
  • große Fensterfronten

Bei einem kleinen Einfamilienhaus wird eine Reinigungsdrohne in vielen Fällen nicht notwendig sein.

Je größer und schwerer zugänglich die Fläche jedoch wird, desto interessanter kann die Technologie werden.

Nicht nur Fenster: Was kann eine Reinigungsdrohne noch reinigen?

Die Technik ist nicht auf Glas beschränkt.

Mit entsprechenden Düsen, Reinigungsmitteln und Einstellungen können Reinigungsdrohnen auf unterschiedlichen Außenflächen eingesetzt werden.

Dazu zählen unter anderem:

Fassaden: Putz, Klinker, Metall, Glas, Stein und Beton können je nach Beschaffenheit bearbeitet werden.

Dächer: Auch Dachziegel, Beton und weitere geeignete Dachoberflächen können mögliche Einsatzgebiete darstellen.

Solaranlagen: Große Photovoltaikanlagen können ebenfalls aus der Luft gereinigt werden.

Damit kann eine Reinigungsdrohne zu einem vielseitigen Werkzeug für Gebäudereiniger und andere Dienstleister werden.

Reinigung, Versiegelung und Imprägnierung aus der Luft

Interessant ist außerdem, dass die Drohne nicht ausschließlich für die eigentliche Reinigung eingesetzt werden muss.

Nach der Reinigung können je nach System auch Versiegelungen oder Imprägnierungen gezielt auf die Oberfläche aufgebracht werden.

Dadurch lässt sich die Drohnentechnik in einen umfassenderen Prozess der Gebäude- und Fassadenpflege integrieren.

Welche Vorteile bietet die Fensterreinigung mit Drohnen?

Die Technologie bietet besonders bei großen und schwer erreichbaren Flächen mehrere Vorteile:

Weniger Zugangstechnik:
Je nach Objekt können Gerüste oder Hubsteiger entfallen.

Hohe Flächenleistung:
Professionelle Systeme können unter geeigneten Bedingungen große Flächen in vergleichsweise kurzer Zeit bearbeiten.

Schwer erreichbare Bereiche:
Fenster und Fassaden in großer Höhe können direkt angeflogen werden.

Flexible Reinigung:
Unterschiedliche Düsen und Reinigungssysteme ermöglichen eine Anpassung an verschiedene Oberflächen.

Live-Kontrolle:
Über das Kamerasystem der Drohne kann der Reinigungsvorgang überwacht und dokumentiert werden.

Vielseitiger Einsatz:
Neben Fenstern können unter anderem Fassaden, Dächer und Solaranlagen gereinigt werden.

Darf jeder eine Reinigungsdrohne fliegen?

Bei einer professionellen Reinigungsdrohne handelt es sich nicht um eine gewöhnliche kleine Kameradrohne.

Für gewerbliche Einsätze müssen die jeweiligen luftrechtlichen Anforderungen und notwendigen Genehmigungen berücksichtigt werden.

Abhängig vom konkreten Betrieb können unter anderem entsprechende Kompetenznachweise, eine Betriebsgenehmigung und weitere Unterlagen erforderlich sein.

Wer eine Reinigungsdrohne professionell einsetzen möchte, sollte sich deshalb nicht nur mit der Reinigungstechnik beschäftigen, sondern auch mit dem sicheren Drohnenbetrieb und den rechtlichen Voraussetzungen.

Reinigungsdrohnen als neues Geschäftsfeld für Gebäudereiniger

Besonders interessant ist die Technologie für Unternehmen aus der Gebäudereinigung.

Statt ausschließlich klassische Verfahren anzubieten, können bestehende Dienstleistungen um die Drohnenreinigung von Fassaden, Fenstern, Dächern oder Solaranlagen erweitert werden.

Dabei besteht ein professionelles System nicht nur aus der Drohne.

Benötigt werden je nach Anwendung unter anderem:

  • Reinigungsdrohne
  • Lanze und Düsen
  • Hochdruckschlauch
  • Hochdruckreiniger
  • gegebenenfalls Osmoseanlage
  • geeignete Reinigungsmittel
  • Akkus und Ladeinfrastruktur
  • Schulung
  • notwendige Drohnenführerscheine und Kompetenznachweise
  • erforderliche Betriebsgenehmigungen

Erst das Zusammenspiel dieser Komponenten ermöglicht einen professionellen Einsatz.

Fazit: Kann man Fenster mit Drohnen putzen?

Ja – Fenster und Glasfassaden lassen sich mit professionellen Reinigungsdrohnen reinigen.

Besonders bei großen Gebäuden und schwer erreichbaren Glasflächen bietet die Technologie spannende Möglichkeiten.

Systeme auf Basis der DJI Matrice 400 können mit Lanze, Hochdruckschlauch, unterschiedlichen Düsen und optionaler Osmosetechnik ausgestattet werden. Damit lassen sich nicht nur Glasflächen, sondern auch Fassaden, Dächer und Solaranlagen bearbeiten.

Unter geeigneten Bedingungen sind dabei Flächenleistungen von bis zu 500 m² pro Stunde und Arbeitshöhen von bis zu rund 40 Metern möglich.

Die Reinigungsdrohne ersetzt dabei nicht automatisch jedes klassische Verfahren. Sie eröffnet jedoch eine zusätzliche Möglichkeit, Arbeiten in großer Höhe effizient durchzuführen und den Einsatz aufwendiger Zugangstechnik bei geeigneten Objekten zu reduzieren.

Wer die Technologie professionell einsetzen möchte, benötigt deshalb nicht einfach nur eine leistungsfähige Drohne, sondern ein komplettes Reinigungssystem inklusive Zubehör, Schulung und den notwendigen Genehmigungen.

Mehr Informationen zu Reinigungsdrohnen, Zubehör, Schulungen und den verschiedenen Einsatzmöglichkeiten findest du auf drohnen-reinigungssystem.de.

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